Wirtschaftliche und demographische Entwicklung Frankreichs in der Zeit von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis in die Gegenwart

 

„Wealth of Nations“ oder Wealth of Regions“.
Nationale versus regionale wirtschaftliche Entwicklung

© Margit Roy, 2006

Inhaltsverzeichnis

1        Geographie und Staat
1.1       Geographische Lage
1.2       Staatsterritorium und Verwaltungseinteilung
1.2.1       Regionen
1.2.2       Departements
1.2.3       Die überseeischen Gebiete
2        Die Bevölkerung
2.1       Die Bevölkerungsentwicklung seit 1750
2.2       Die Wanderungen zwischen Frankreich und dem Ausland
2.3       Auswanderungen
2.4       Einwanderungen
2.5       Bilanz der Wanderungsbewegungen
2.6       Regionale Bevölkerungsverteilung
2.7       Geburten- und Sterberate
3        Die Wirtschaft
3.1       Die Bedeutung der Industrie vor 1851
3.2       Die Dynamik des Binnenmarktes
3.2.1       Die allgemeinen Bewegungen vor 1850
3.3       Die Entwicklung der kapitalistischen Wirtschaft
3.4       Aufbau der Industrie nach dem Ersten Weltkrieg
3.5       Die geographische Verteilung der Industrien
4        Entwicklung Frankreichs seit dem Zweiten Weltkrieg
4.1       Zusammenbruch und Erneuerung
4.2       Die Vierte Republik 1946 – 1958
4.2.1       Politische Instabilität und Krisen
4.3       Die Fünfte Republik (seit 1958)
5        Wirtschaftsentwicklung Frankreichs seit dem Zweiten Weltkrieg
5.1       Staat und Wirtschaft
5.2       Planification
5.3       Die wirtschaftliche Entwicklung
6        Die Wirtschaftszweige
6.1       Landwirtschaft
6.2       Industrie
6.3       Der Dienstleistungsbereich
7        Regionale Wirtschaftsstruktur
7.1       Paris – Provinz
7.2       Probleme des Südwestens
8        Frankreichs Wirtschaft heute
9        Zusammenfassung
10         Literaturliste

1. Geographie und Staat

Das französische Staatsgebiet (Mutterland) mit der Hauptstadt Paris umfasst 543.998 qkm und ist das größte Land in Westeuropa. In diesem Gebiet  leben im Jahr 2006 etwa 59,64 Millionen Menschen.  Amtssprache ist Französisch. Es gibt sprachliche Minderheiten, wie die okzitanische Sprache (Longue d’oc), welche von der aquitanischen Küste bis zur italienischen Grenze verbreitet ist –  sie wird jedoch nur noch von wenigen Menschen gesprochen. Weitere sprachliche Minderheiten sind die Bretonen (etwa 1 Mio. Menschen), die etwa 400 000 Flamen (um Dünkirchen in Französisch-Flandern) sowie die 200 000 Katalanen im Roussillon und die etwa  100 000 Basken im äußersten Südwesten. Etwa 1 Mio. leben im deutschen Sprachbereich (Elsass, Ostlothringen); die deutsche Sprache ist jedoch stark zurückgedrängt. Etwa 1 Mio. Menschen sprechen Italienisch (Korsika, Gebiet um Nizza).

1.1 Geographische Lage

Frankreich grenzt im Norden an den Ärmelkanal, Im Nordosten an Belgien und Luxemburg, im Osten an Deutschland, die Schweiz, Italien und Monaco. Im Süden wird Frankreich vom Mittelmeer begrenzt, im Südwesten von Spanien und Andorra und im Westen vom Atlantischen Ozean. Die Insel Korsika liegt im Mittelmeer nördlich der italienischen Insel Sardinien. Die landschaftliche Vielfalt reicht von den Bergmassiven der Alpen und Pyrenäen, den Flusstälern der Loire, Rhône und Dordogne bis zur Côte d’Azur und den flacheren Regionen der Normandie und der Atlantikküste.

 

... Sie wollen weiterlesen?
Mit einem Mausklick können Sie dieses e-book bei eu-media222.com bestellen!

www.eu-media222.com